Sonntag, 18. September 2016

Pretorianer


Ein Staat muss zwei Klassen bei Laune halten um seine Bevölkerung kontrollieren zu können. Die Ordnungskräfte und die geistige Klasse.

When Rome went out and hired mercenary soldiers, Rome fell.
- Präsident Dwight D. Eisenhower, 
Time Magazin 1951

Die Ordnungskräfte
In Deutschland findet die Polizei und das Militär nur schlecht Nachwuchs, alleine dadurch dass die Geburtenraten in den Keller gegangen sind. Nachwuchs ist eine Mangelressource geworden die dazu geschont werden muss, weshalb dadurch gleichzeitig Risiko minimiert wird und damit auch der Anreiz, warum junge Männer diese Tätigkeiten ausführen sollten. Diese Stellen müssen dann aufgefüllt werden mit Landfremden, die noch weniger Loyalität gegenüber dem Staat haben dem sie dienen sollen und auch keine Loyalität haben sollten. Die Einheimischen betrachten diese Menschen dann so als ob sie etwas Schlechtes tun, dabei bleiben sie lediglich den Interessen ihrer eigenen Gruppe treu und benutzen die verfallenden staatlichen Strukturen als Vehikel ihre eigenen Interessen durchzusetzen.

Die deutsche Polizei hat keine Identität und so wird dieses Vakuum aufgefüllt mit anderen Identitäten. Und das ist dann auch eine Identität die Schmuck im Dienst trägt.

Dabei befindet sich die deutsche Gesellschaft in einer Zwickmühle aus der sie nicht herauskommen will. Einerseits macht mangelnde Moral und Selbstdisziplinierung einer Gesellschaft mehr Polizei und staatliche Kontrolle notwendig, andererseits will man seine wenigen Kinder nicht dafür riskieren die Dreckarbeit zu machen im Polizei- und Militärdienst. Auch ein schwindender Mangel an Aufwärtsmobilität in einer solchen überalterten, risikoscheuen Gesellschaft macht diese Positionen nicht attraktiver, weshalb diese durch Import ausgeglichen werden müssen. So wünscht sich bspw. der Deutsche Städtebund Flüchtlinge als Polizisten und die Bundesregierung inner-europäische Ausländer für die Armee. Der Kreis ist damit geschlossen, wenn Deutschland wie das verrottende Rom Scholae und Auxiliari Domestici hat, die sogar noch die Korrupten Pretorianer ersetzen.
Scholae were the successors of the corrupt, abolished Roman Praetorians. They operated above the control of the regular army, answering instead to the state's senior civil officers. Commanded in the field by the ruler himself, scholae were originally recruited exclusively from non-Roman citizens during the time of the Western Empire. Presumably, this was similar to the Ptolemaic Pharaohs' hiring of Galatian Celts as their bodyguards, or future Byzantine Emperors' use of Nordic warriors - the Varangian Guard - to protect them; someone who isn't a citizen, but is on the payroll, is less likely to revolt or engage in subterfuge against the throne.
Die Aufstellung neuer Eliteverbände(Antiterroreinheiten) die mit neuem Spielzeug und Prestige versorgt werden ist nur logisch, während man alte Polizeiverbände auflöst deren Loyalität, oder besser "Konventionalität", man sich nicht sicher sein kann.


Die neue Staatskirche
Geringe Geburtenraten und viele Alte die nicht sterben wollen führen zwangsläufig zu einem innergesellschaftlichen Verlust an Aufwärtsmobilität, bedeutet junge Talente können nicht in bereits bestehenden Strukturen aufsteigen, da diese Posten verstopft werden mit Babyboomern, und auch keine neuen Strukturen schaffen, da ein Abbruch der Geburtenzahlen keinen Kundenkreis für die nächsten Investitionen bietet. In Deutschland hat man den Ausbau von Breitband Glasfaserkabeln abgelehnt, die Gelder dafür werden jetzt für landfremde Flüchtlinge ausgegeben, während alldem alte Trottel gegen TTIP demonstrieren.
In so einer Situation wird die Staatsindustrie eine Funktion einnehmen wie die Kirche im Mittelalter, wobei ich hier nicht den nach außen hin karritativen Anstrich meine, sondern dass sie das einzige Mittel für ambitionierte Drecksäcke bieten wird ihre persönliche Situation zu sichern und sogar zu verbessern durch gesellschaftlichen Aufstieg, da dass staatliche System zwangsfinanziert wird.

Es wird in den sozialistischen Staaten Westeuropas oft davon gesprochen, dass es Sozialhilfedynastien gibt, in denen mehrere Generationen von staatlichen Leistungen leben, doch es wird nicht davon gesprochen, dass es auch Sozialindustriedynastien gibt, von denen ebenfalls ganze Familien leben.
"Wenn das hier zu Ende geht, werden viele mit mindestens einem weinenden Auge herausgehen", sagt Mandy Thoms. Seit einigen Monaten leitet die 38-Jährige die Unterkunft. Ihre Mutter ist hier als Sozialarbeiterin im Einsatz, eine Schwester arbeitet in der Verwaltung, die andere in der Küche, ihr Lebensgefährte auch. Viele enge Kontakte seien entstanden, sagt Thoms. Und: Es sei schwer, in der Region Arbeit zu finden.

Deshalb führt ein Verlust an Aufwärtsmobilität auch zu einem Linkstrend, da nun jeder der den Verfall realisiert versucht sich Versorgung im staatlichen System zu sichern.


Das Bildungsystem
Der größte Schwindel der Momentan überall im Westen läuft ist die Bildungsindustrie. Dabei ist sie auch nur wieder ein logisches Resultat verschiedener Faktoren die dazu führen mussten. Linke Aktivisten hetzen gerne gegen Konzerne wie Amazon, die durch Dumpingpreise andere Händler vom Markt drängen und dabei auch nur für den Konsumenten arbeiten, da der Händler generell auch nur ein Mittelsmann und überflüßig ist, schweigen aber komplett über die betrügerischen Maschen der Bildungseinrichtungen.
Die Babyboomer Generation war die erste Generation die derartig viele Universitätsabgänger hervorgebracht hatte und das dann damit verwechselt, dass alle Bildung einen Wert hat. Das Universitätssytem hat diese Leute gemolken und ihnen alle möglichen Abschlüsse verkauft, mit denen sich diese Leute wieder für schlauer gehalten haben als alle anderen und natürlich selbst wieder in einen bequemen Professorenposten wollten, von dem sie aus wieder andere Generationen mit derselben Scheisse füttern können, die sie gefressen haben. Das Problem ist allerdings, dass gerade in Deutschland diese Generation an Babyboomer nie genug Kinder gehabt hat um nur die Reproduktionsrate zu erfüllen. Die Abiturinflation ist ein logisches Resultat aus dem Bedürfnis mehr Idioten zum melken in das Universitätssystem zu schicken. Deshalb gibt es immer idiotischere Abschlüsse und therapeutische Lehrgänge die meistens mit -studien enden. Es ist Versorgungssicherung für parasitäre Klassen.




Deutschland kommt als Nation aus dieser Lage nicht mehr heraus. Niemand hat ein Interesse daran diese Zustände zu ändern, da sich immer genug Leute zusammenfinden die gut daran verdienen. Das logische Resultat von diesem parasitären System wird aber der Tod des Wirtskörpers sein, was auch den Tod des Parasiten bedeutet. Darin liegt die einzige Chance die jüngere Generationen neben dem Auswandern in die Anglosphäre noch haben, weshalb mein Tenor seit jeher ist, dass Junge Leute ein Interesse an der Krise haben und sich nicht von den Sorgen der Alten nicht vorhandene Vermögenswerte in Gold und Silber zu überführen anstecken lassen sollten. Reformationen haben hier keine Chance mehr, die einzige Möglichkeit ist ein Kahlschlag durch Kollaps, der in der Vergangenheit zu den Geburtsschmerzen neuer Nationen gehört hat.



Kommentare:

  1. Was du hier schreibst, ist soweit einleuchtend. Was denkst du, wie lange es bis zum "grossen Zusammenbruch" noch geht?
    Alles, was du beschreibst, scheint eher im Entstehen begriffen zu sein. In einem anderen Beitrag hier gehst du von einer gewollten Russeninvasion aus, wobei das Ganze in rund 10 Jahren durch sein sollte. Scheint mir etwas kurzfristig...

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    1. Momentan sieht man noch Vorbereitungen, dass man versucht Menschen und Material aus Europa und gefährdeten Gebieten weiter richtung Westen zu schaffen durch eben Visas und Freihandelsabkommen. Bis dahin siecht das ganze halt dahin und selbst die Islamisten sehen ganz genau, dass es nicht notwendig ist hier durch irgendein Knallevent alles zu übernehmen. Jeder spekuliert darauf die Drecksarbeit von einem anderen machen zu lassen.

      Es wird nicht diesen einen großen Zusammenbruch geben. Das ist ein billiger Verkaufsslogan von Crashpropheten um eine Kulisse der Ohnmacht vor der Situation aufzubauen damit Leute deren Scheiss kaufen.
      Es heißt hier ja "Post Collapse" weil es nicht darum geht irgendeine Krise zu verhindern, es geht nicht mal um die Krise selbst, es geht um das danach und zwangsläufig die Frage, was Gesellschaften überhaupt sind.

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    2. Also nein, ich hab keine Antwort darauf wann es jetzt Boom macht.

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  2. Besser schnell ausbrennen als langsam verglühen.
    Der Untergang dauert viel zu lange und dieses gesellschaftliche Siechtum ist einfach nur erbärmlich. Als 90 er Jahrgang bin ich jetzt noch im besten Alter für krassen Scheiss, also wo ist die verdammte Zombieapokalypse ?

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  3. Auf der einen Seite dient die Langzeitverschulung wie beschrieben der "Bildungs"industrie. Nicht zu vergessen ist aber auch, dass die jungen Menschen dadurch gefügig gemacht werden, da sie glauben mit dem Abschluss auch Geld verdienen zu können. Solange stellen die keinen Ansprüche auf die nicht ausreichend vorhandene bezahlte Arbeit und Partizipation. Am Ende dient diese Überakademisierung auch den Arbeitgebern, welche durch das Überangebot an qualifizierten Arbeitskräften die Löhne immer weiter drücken können.

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    1. "die Löhne immer weiter drücken können."

      Arbeitgeber finden so oder so kein Personal mehr und das hat nichts mit "Löhne drücken" zu tun weil das fiese kapitalistische Ausbeuter wären. Es gibt kein Personal mehr und die tatsächlichen Kosten für den Arbeitgeber, sprich Sozialleistungen, siehst du eh nicht. Mit deiner linken Scheisse kannst du dich gleich mal verpissen. Deutschland bräuchte im Jahr 500.000 Qualifizierte Zuwanderer für den Arbeitsmarkt die es nicht kriegt und du erzählst was von Löhne drücken du scheiss Neider.

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    2. "Am Ende dient diese Überakademisierung auch den Arbeitgebern, welche durch das Überangebot an qualifizierten Arbeitskräften die Löhne immer weiter drücken können."

      Ja, durch die Inflationierung von akademischen Abschlüssen kommt es zu geringeren Gehältern. Kriegt man in fast jeder Unternehmersparte heute mit, dass da fast alles in der unteren Managementstufe an Diplomingenieuren, Mastern, Technikern und sogar Doktoren rumläuft.

      Liegt aber vor allem in der jahrelangen Propaganda der linken Politik, dass man ohne Abschluss nichts wert sei.

      Dass Arbeitnehmer gerne den Lohn drücken kann auch sein, das System hinterlässt eben seine Spuren. Es ist ja heute gar nicht mehr rentabel ein Unternehmen zu gründen und Jobs zu generieren, bei der ganzen Steuerlast und der gesetzlichen Lage. Schon die ganzen Bemühungen zu Anfang mit dem Abklappern von Gewerbeamt, Finanzamt und so weiter ist extrem ermüdend. Dann kommen noch Gewerkschaften dazu die gesellschaftlich akzeptierten Vertragsbruch begehen und einen erpressen.

      Davon abgesehen ist heute jede größere Firma, teil einer Firma, teil einer größeren Firma, teil einer Beteiligungsgesellschaft. Und klar sind die Typen ganz oben nur an den Umsätzen interessiert. Aber pech für die Leute die meinen sie müssen ihre Firma verkaufen; hält sich wahrscheinlich eh nicht lange und macht Platz für etwas Besseres.

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  4. Alle hier beschriebenen Entwicklungen findest du mehr oder weniger auch in den angelsächsischen oder angelsächsisch geprägten Nationen vor. Zwar hat man in diesen Ländern ein etwas unternehmerfreundlicheres Umfeld, aber Besteuerung, Akademikerkult und Söldnertum sind dort mehr oder weniger genauso schlimm geworden wie hier.

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    1. Klar, die hatten ja auch eine linkslastige Babyboomergeneration. Der Unterschied ist allerdings, dass sich die Anglosphäre aus der ganzen Welt qualifizierte Arbeitskräfte holen kann und Englisch die Lingua Franca des Weltmarktes ist. Neuerungen werden noch in den USA gemacht, nicht hier. Nix mit "mehr oder weniger".

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    2. Sag mal N.V., was hälst du eigentlich von solchen Dingen, wie hier beschrieben, dass angeblich Mangertypen Zugbegleitern ohne "Vorgeplänkel" Kaffee ins Gesicht kippen würden und dergleichen.
      www.welt.de/wirtschaft/article158248983/Fahrschein-bitte-schon-steckt-das-Messer-im-Bauch.htm

      Offenbar handelt es sich hier nicht nur um eine "bestimmte" Gruppe. Hat das auch was mit linkem Anspruchsdenken zu tun, dass man nicht bereit ist, seine Fahrkarte zu bezahlen?

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    3. Das hat eher was damit zu tun dass die Bahn als fettgefütterter semi-Staatskonzern die Situation selbst verursacht hat. Linkes Anspruchsdenken erklärt vielleicht das Schwarzfahren, aber anstatt einfach falsche Angaben zu machen und die Mahnschreiben ins Nirgendwo schicken zu lassen wollen diese Leute Vertreter der Bahn attackieren. Bei den Attacken gegen Polizei genauso. Die Leute fangen halt jetzt an Stücke aus dem alten System zu beissen und mit solchen Sachen fängt es an. Ich finds okay.

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