Mittwoch, 22. Februar 2017

Präsident Troll

#lastnightinsweden

Der jetzige US Präsident Donald Trump ist eine Medienfigur. Die Medien haben ihn wie ein Frankenstein Monster geschaffen und nun versuchen sie ihn erfolglos zu sabotieren, weil er ihr Spiel besser spielen kann als sie selbst. Je mehr sie ihn bekämpfen, desto mächtiger wird er. Ein orangener Multimillionär tritt zum Wahlkampf an und besiegt das Establishment beider großer Parteien und die Medien im Alter über 70 Jahren mit einem Smartphone und Dreistigkeit. Gönnen wir uns ein paar Einblicke in Trumps Medientaktik.



Jede Publicity ist gute Publicity
Der homosexuelle Anwalt Roy Cohn, welcher als Ankläger im Prozess gegen die Rosenbergs wegen pro-sowjetischer Spionage diese auf den elektrischen Stuhl geschickt hatte, arbeitete ab 1951 mit Senator Joseph Mccarthy zusammen an der Aufspührung und Verfolgung von kommunistischen Agenten. Später, ab Anfang der 1970er Jahre, arbeitete er als Anwalt für Donald Trump und soll diesem auch das politische Handwerk beigebracht haben.


An dieser Stelle wird auffällig, dass Donald Trumps Sensationalismus dem Sensationalismus von Senator Mccarthy sehr ähnlich ist. Mccarthy übertrieb gerne um Schlagzeilen zu bekommen und umgab sich mit Journalisten die er auf Drinks einlud und mit seinen Stories fütterte. Für Mccarthy war die Kommunistenjagd ein Mittel um selbst seine Postition auszubauen und zu Erfolg zu kommen. Er tat das Richtige aus den falschen Gründen.
Trump übertreibt ebenso gerne und kriegt dafür genau so Aufferksamkeit, was uns zum nächsten Punkt bringt.



Kommunikationsmittel
Donald Trump hat auf Twitter über 25 Millionen Follower. Dieses Kommunikationsmittel zu nutzen kostet ihn nichts außer den Unterhalt seines Smartphones und dafür hat er einen direkten Draht zur amerikanischen Bevölkerung und anderen Menschen weltweit. Im Zeitalter des Internets braucht selbst ein Technologiephober Babyboomer wie Trump die Medien als Informationsträger und Interpreten seiner Botschaft nicht.



Populärkultur
Politik liegt Stromabwärts der Kultur und Politik die keine kulturelle Basis besitzt ist zum scheitern verurteilt. Trump war eine Figur der Popkultur lange bevor er in die Politik ging und kam so in die Wohnzimmer der Amerikaner assoziiert mit positiven Erinnerungen im Rahmen von Unterhaltung. Das Produkt der Marke Trump sind dabei nicht Trump TV oder Trump Steaks, es ist der Name Trump, der bereits vorher größer war als der Name der allermeisten US Präsidenten.



Fallen stellen
Hold out baits to entice the enemy. Feign disorder, and crush him.
- The Art of War

Donald Trump stellt gerne Fallen. Sein Twitter Feed wird entweder von ihm diktiert oder sein Smartphone besitzt sowieso autocorrect, trotzdem sendet er gelegentlich Tweets in die Welt mit Rechtschreibfehlern. Er weiß, dass die Medien und linke Blogger sich darauf stürzen um ihn damit aufzuziehen, während er damit erreicht dass der eigentliche Inhalt, nähmlich der Tweet, verbreitet wird. Er spekuliert dabei auf die narzisstische Besserwisserei und Dauerbelehrung der Linken, was eine ziemlich risikoarme Spekulation ist.

Genau so macht er es mit Behauptungen wie bspw. dass Hillary Clinton 20% des amerikanischen Urans an den russischen Staatskonzern Rusatom verkauft hat, oder was letzte Nacht in Schweden passiert ist. Das Resultat davon ist, dass die Medien versuchen werden seine Behauptungen zu widerlegen und sich dafür mit der Story auseinandersetzen müssen, wobei sie entweder die Tatsachen verleugnen werden, also die Tatsache dass Hillary Clinton den Verkauf von Uranförderung an Russland genehmigt hat, oder dass Schweden ein Multikulturelles Dreckloch mit Vergewaltigungsraten wie der Bürgerkriegskongo ist.
Die Linke wird dann innerhalb ihres Lagers darüber streiten wie sehr man sich an Fakten halten muss wenn es der politischen Sache dient und sich weiter selbst ins Chaos stürzen. Schlagzeilen aus Schweden, wie bspw. dass die parasitäre Unterschicht an Landfremden wieder Randalliert und sich mit der Polizei anlegt, fließen währenddessen von ganz alleine in den Diskurs von #lastnightinsweden ein.



Provozieren
u mad?

Trump attackiert neben den Medien viele heilige Kühe und kommt damit davon. Er attackierte Senator John McCain weil dieser sich den Nordvietnamesen ergeben hatte, was die Medien zu einem großen Skandal aufblasen wollten. Das Resultat davon war lediglich, dass McCains Kollaboration mit den Kommunisten wieder ausgegraben wurde und die Amerikaner daran erinnert wurden, dass die Prämisse sich nicht zu ergeben oder töten zu lassen, sondern zu töten und gefangenzunehmen auf George S. Patton zurückgeht.



Konstante Mobilität
Es ist ironisch dass ein Immobilienmagnat sich extrem Mobil zeigt was seine Propaganda betrifft. Hat er ein Thema gefunden das er ausschlachten kann, dann schlachtet er es aus. Ist ein Thema nicht länger nützlich, wie bspw. Barrack Obamas Geburtsurkunde, dann lässt er es fallen und geht zum nächsten. Trump ist konstant auf Angriff aus und nicht festzunageln auf seine Themen, die währenddessen Eigenmobilität gewinnen. Dazu bringt der den Gegner dazu sich unnötig selbst zu bewegen wenn dieser bspw. darüber spekuliert ob Trump dumm sei weil er fehlerhafte Gramatik in seinen Tweets verwendet oder Krank ist. Durch haltlose Spekulationen werden Ressourcen des Feindes gebunden und dazu Glaubwürdigkeit weiter unterminiert und diskreditiert, wobei allerdings auch viele Medien haltlose Spekulationen veröffentlichen, weil sie sonst gar nichts zu berichten hätten. Diese Medien müssen zerstört werden, was zum nächsten Punkt führt.



Verachtung deutlich zeigen
Während der Pressekonferenzen zeigt Präsident Trump ungehobelt seine Verachtung gegenüber Medienanstalten die dem linken politischen Lager zuzurechnen sind. Bereits kurz nach der Amtseinschwörung wurde aus dem Trump Umfeld darüber geredet, ob es nicht besser wäre den White House Pressclub aufzulösen. Es gibt kein Gesetz dass den US Präsidenten verpflichtet mit der Presse zu reden, die gegenüber dem US Bürger keine Sonderrechte besitzt, es gibt nur eine Verpflichtung gegenüber dem parlamentarischen Prozess. Zudem zeigt Trump auch seine Geringschätzung dadurch, dass er Bloggern und darunter den Zutritt gewährt und ihre Fragen eher beantwortet als die von CNN oder der BBC.
UNF, or Universal News Forever, is the baby, identity, passion and obsession of Kyle Mazza, 19, who posed the question about Mrs. Trump.
Und Caligula ernannte sein Pferd zum Senator.



Die richtigen Leute anpissen
In der amerikanischen Gesellschaft existiert genau so eine r/K Teilung wie in allen anderen Gesellschaften auch und durch die Entfaltungsfreiheit und das Wahlrecht wird das am deutlichsten in westlichen Gesellschaften. Präsident Trump ist eine Schöpfung nicht der Rechten, er ist in seinen politischen Positionen ziemlich moderat zwischen Theodore Roosevelt und Andrew Jackson, sondern eine Schöpfung der Linken. Die Reaktion als politischer Kampfbegriff ist die Reaktion, weil sie reagiert auf die Exzesse der Linken, die durch ihre ständige Konfliktsuche mit den falschen Leuten so ziemlich jeden abseits von sozialistischen, transsexuellen Minderheiten mit blauen Haaren von sich entfremdet haben. Den meisten seiner Unterstützer sind die Details von Trumps politischen Positionen egal, ihnen geht es darum dass die Linken und die Medien und die akademische Klasse ihn nicht ausstehen kann. Deshalb werden auch seine Unterstützer und Anhänger mit jeder negativen Berichterstattung und mit jedem aufgedeckten Doppelstandard weiter radikalisiert. Diese Leute wollen keinen "Dialog" mit dem politischen Gegner, welcher daran überhaupt nicht interessiert ist und lediglich seine Ideologie umsetzen will, sie wollen ihn physisch zerstören. Und das ist auch genau das was notwendig ist.





Kommentare:

  1. Mir ist aufgefallen das alle Medien(ob englischsprachigen oder deutschsprachigen etc) dieses Trumpbashing soweit treiben das sie entweder darüber berichten wie hier erwähnt wird und damit in die falle tappen oder total die Realität verdrehen kurzfristig klappt es sogar die leute zu manipulieren das sehe ich selbst in meinen umfeld entweder wenden sie sich ab oder sie beginnen sich wieder politisch zu interessieren die einen meinen er ist durchgeknallt faschist schande für die usa die anderen er macht das richtige und viele wollen so einen hier in europa aber das interessante ist das durch Trump auch alte denkmuster in der politik sich ändern und die gangart wird auch härter abschiebeabkommen mit Lybien,Afghanistan etc mehr grenzanlagen mehr rüstungausgaben alles was vor paar jahren nicht sichtbar erschien und noch widerstand gab jetzt kaum mehr gibt vereinzelt raunzen noch einige aber sonst wird alles durchgewunken also spielen die medien dieses spiel ganz gut mit wenn man die Berichterstattung ansieht irgendwie sogar schizophren.
    Die erwähnung von George S. Patton war mein Make my Day Moment sieht er doch den Herr Trump ein wenig ähnlich aus
    https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/originals/aa/61/0a/aa610a0e6f46ee146262c094d388b3bf.jpg

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  2. Ich weiss, du machst nicht gerne den Erklärbär, aber kannst du dem geneigten Leser erklären, warum ein Zuckerberg oder ein Howard Schultz sich für die Musels so ins Zeug legen? Die sind - zumindest meint man das - Kapitalisten und kaum Sozi-U-Boote... Warum interessieren die sich für Bereicherungsfachkräfte aus Somalia?

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  3. Danke für deine Antwort, jetzt wäre ich doch fast auf diesen Serbojüdischen Doppelbluff reingefallen

    https://www.youtube.com/watch?v=CTsa_g5eu-E

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